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Auf nach Schweden zum Autokauf

Erster Anblick

Anreise

Nach vielen E-Mails war der große Tag gekommen: Los geht's nach Schweden. Einige Stunden im Bus von Köln nach Haan, einige Stunden Warten in der Abfertigungshalle, danach konnte ich den Flug mit Ryanair auf einer Hinterbacke absizen. Weniger als zwei Stunden, da hatte ich als geübter Weltreisender gerade mal die Zeitung ausgelesen.

Karl holte mich vom Flughafen ab - nachdem wir am Handy herausgefunden hatten, daß er am falschen Airport gewartet hatte. Ryanair fliegt eben immer die kleinen Nebenflughäfen an, und Göteborg hat auch so einen kleinen alten Militärflughafen - Göteborg-City genannt.

Nach einigen Dutzend Kilometern durch wunderschöne Landschaft östlich von Göteborg parkten wir vor Karls Haus, und da stand mein Volvo C303 wie oben abgebildet. Vor dem Sonnenuntergang werden war immerhin noch Zeit für eine allgemeine Begutachtung. Danach verbrachten wir den Abend mit leckerem Thai-Food, Musik-DVDs, vielen 4WD-Bildern auf dem PC und den passenden Geschichten dazu sowie einer halben Lage "Svensk Starköl Premium Pilsner".

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Im Volvo C303 im dichten Grün

Probefahrt

Nach dem Frühstück wurde es ernst. Zuerst erklärte mir Karl alle Bedienelemente. Dann fuhr er einige Kilometer Landstrasse, bis wir einen Waldweg erreichten. Hier gab es eine offene Fläche mit einigen Gräben, Hügeln und etwas Bauschutt. Vorsichtig zeigte er mir einige Fähigkeiten des Volvo C303, ohne es zu übertreiben - der Wagen war schließlich noch seiner...

Dann ging es im Regen einen ziemlich schmalen Waldweg hinauf, der immer holpriger und matschiger wurde. Bei der Nässe wurde das aber schließlich zu Riskant. Es wäre wohl gegangen, man hätte sich aber auch festfahren oder seitlich in dei Bäume rutschenm können. Auf den Bildern kann man nicht so gut sehen, daß der Weg nicht nur schmal, sondern auch sehr steil war.

Dann war ich dran: Einige Kurven fahren, dann über einige Erdhaufen, durch den Graben, Böschung rauf und wieder runter, alles kein Problem. Immer nur schön auf das Lenkrad achten, damit im Gelände die Finger nicht in die Speichen geraten. Ohne Servolenkung dreht das Rad bei einem Stoß gegen einen Vorderreifen ziemlich schnell zurück. Dann muß man entweder lockerlassen, oder das Lenkrad wirklich ganz ganz festhalten.

Danach fuhr Karl noch in eine kleine Grube für Baumaterial, wo er mir an einem weichen Erdhaufen die Wirkung der Sperrdifferentiale zeigte. Auf weichem Untergrund ist das Steigvermögen damit um einiges besser, aber der Boden muß wirklich weich oder rutschig sein. Ansonsten sollte man auf das Sperrdifferential verzichten, da die gekoppelten Räder in engen Kurven sonst auf Dauer die Antriebselemente in den Achsen ruinieren.

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Waldweg im Regen - lieber umkehren

Ausbesserung

Nach einem Stück Autobahn ging es erstmal an die Tankstelle. Angeblich soll für meinen Volvo C303 normales Super mit 95 Oktan reichen. Immerhin kenne ich jetzt das untere Ende der Tankanzeige: Bei Reserve sind noch knapp 10 Liter im Tank. Ich kaufte noch ein "S"-Zeichen für neben das Nummernschild, dann fuhren wir zu Karls Freund Anders. Überhaupt gibt es in der ganzen Gegend überall Bekannte und Freunde von Karl, die an alten Autos herumschrauben...

Anders hat früher mal als Fernfahrer gearbeitet und einige Touren auch durch Deutschland gemacht. Nach einer Tasse Kaffee fühlte er mir auf den Zahn. Auf dem Weg zum Schrottplatz und Ersatzteillager leitete er mich noch einmal einige hundert Meter durch "lustiges" Gelände. Zwischen kleinen eng stehenden Birken, durch Heidekraut, um Felsen herum durch eine kleine Sumpffläche war es dreimal so weit wie der direkte Weg. Aber es klappte ganz gut.

Dann standen wir vor zwei halb ausgeschlachteten TGB 20, dreiachsigen LKW mit Pritsche. Dort sortierten wir einige Ersatzteile aus, die ich gebrauchen konnte oder die eventuell nicht ganz ok waren. Dabei wurde noch gleich der defekte Schaltkontakt für die Bremslichter ausgetauscht. Dann verabschiedeten wir uns von Anders und fuhren wieder zurück zu Karls Haus.

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Vor der Fähre nach Kiel

Fähre

Jetzt kam noch ein Kurs für die Wartung. Wir legten uns gemeinsam unter das Auto und Karl zeigte mir alle Punkte, wo der Wagen abgeschmiert werden mußte oder wo Öl einzufüllen war. Zum Glück hatte es aufgehört zu Regnen. Dann wurde noch mit einem Hammer der Sitz des linken Rücklichts korrigiert.

Nun hies es für mich Kofferpacken und die Formalitäten erledigen. Der Kaufvertrag wurde unterzeichntet, die Papiere und das Geld ausgetauscht, ein letztes Bier als Souvenir eingesteckt. Nach einigen Abschiedsfotos zur Dokumentation war ich alleine auf dem Weg nach Göteborg zur Fähre. Die Anlegestelle, die ich schon vom Flugzeug aus gesehen hatte, ist nicht zu verfehlen. Einfach immer der Beschilderung nach "Kiel" folgen. Dann kommt man fast automatisch in der oben abgebildeten Schlange an.

Ich hatte die Fähre im Internet vorgebucht und die ausgedruckte Bestätigung dabei. Um 17 Uhr öffneten die Schalter, beim Durchfahren bekam ich im Tauch gegen meinen Ausdruck mein Ticket und eine Pappkarte mit Barcode als Schlüssel für die gebuchte 4-Bett-Kabine. Danach ging es die breite Rampe für PKW hinauf und mein Volvo C303 fand einen Platz in der Reihe im oberen Fahrzeugdeck. Dutzende von großen LKW und Fahrzeuge mit Anhänger fuhren durch die großen Hecktore auf das untere Deck, von ganz oben betrachtet waren sie winzig. Die Fähre ist riesig, und in den Freiräumen der Treppenhäuser sind überall Spielautomaten aufgehängt, die eifrig genutzt werden.

Vor dem Ablegen wurde es fast schon dunkel, daher gab es auf der Fahrt nicht viel zu sehen. Im Duty-Free kaufte ich mir ein paar Kleinigkeiten zu Essen und schaute in der Launge etwas auf den Fernseher. Mit zwei anderen Männern teilte ich die Kabine. Der Wellengang stand während der ersten Hälfte der Nacht schräg gegen unseren Kurs. So gingen immer wieder heftige Schläge durch den Rumpf, alles rappelte und klapperte. Weit nach Mitternacht im Windschatten der dänischen Inseln wurde es ruhiger. Als ich am Morgen an Deck kam hatten wir gerade das Rennen mit der Fähre aus Oslo gewonnen.

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Auf der Fähre

Autobahn

Pünklich um kurz nach 9 Uhr ging es runter von der Fähre und gleich auf die Ausfallstraße Richtung Autobahn. Immer nur den Schildern "Hamburg" folgend hatte ich Kiel schnell verlassen. Auf der Autobahn kam ich mit ca. 85 km/h laut Tacho prima mit den anderen LKW mit.

Auf halben Weg nach Hamburg hatte ich dann meine erste Verkehrskontrolle. Ein Polizeiwagen in Zivil winkte mich auf einen Parkplatz, die Insassen waren ganz neugierig, was das für ein Fahrzeug sei, woher, wie alt, wie teuer und so weiter und so fort. Die schwedischen Papiere nach EU-Norm konnte ich ihnen zum Glück erklären - ab 1.Oktober 2005 gibt es die in Deutschland ja auch.

Bei Bremen habe ich dann gegessen und getankt, die Tankuhr war erst bei 1/2, trotzdem gingen etwa 50 Liter hinein. Das machte dann 18,5 Liter/100 km. Dummerweise habe ich hier vergessen, den Luftdruck zu prüfen. 120 km weiter fiel mir das ein, und ich hatte vorne nur 1,1 - 1,25 Bar, also viel weniger als die am Auto angezeigten 1,7 Bar.

Mit korrektem Luftdruck ging es dann weiter, im Weserbergland und im Sauerland habe ich auch einige sehr langsame LKW überholt. Von 85 bis 95 km/h zog der Wagen ohne Probleme hoch, er fuhr dann sogar noch ruhiger. Insgesamt steht meine Überholbilanz gegenüber schnellen und langsamen LKW für die Strecke Kiel - Köln ganz ausgeglichen 5:5.

Etwa um 16:40 war ich dann in Köln, über eine Stunde eher als gedacht. Wieder wurde getankt, wieder gingen etwa 50 Liter hinein, dafür war der Verbrauch jetzt bei 16,5 Liter/100 km. Die ganze Strecke mit höherem Luftdruck gefahren wäre ich wohl bei etwas über 15 Liter gelandet, also ein für dieses Fahrzeug relativ günstiger Verbrauch. Anscheinend ist alles gut eingestellt. Unten ist das Bild von der ersten Rast auf einem deutschen Autobahnparkplatz.

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Unsrer Volvo C303 auf dem ersten deutschen Parkplatz

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